Lebensmittel sind kostbar.

Rogner Bad Blumau liefert Siegerprojekt zum Viktualia Award 2016 Best of Austria. Infos zum Award und Tipps zum Vermeiden von Lebensmittelabfällen.

Rogner Bad Blumau liefert Siegerprojekt zum Viktualia Award 2016 Best of Austria.

In Österreich landen jährlich rund 157.000 Tonnen an verpackten und unverpackten Lebensmitteln sowie Speisereste von über einer Milliarde Euro im Restmüll. Das sind pro Haushalt und Jahr Waren im Wert von 300 Euro. Deshalb startete das BMLFUW die „Initiative Lebensmittel sind kostbar“ und holte dazu alle österreichischen Sozialpartner mit ins Boot. Auch das Rogner Bad Blumau hat dazu das Projekt „100% LebensMittelKreislauf“ eingereicht. Am 18. April 2016 war es dann soweit: Melanie Franke, Direktorin des Rogner Bad Blumau bekam, stellvertretend für die ganze Mannschaft, den Viktualia Award 2016 verliehen.

Um eine 100% wertvolle Nutzung der Lebensmittel zu erzielen, setzt man im Rogner Bad Blumau auf einen geschlossenen LebensMittelKreislauf. Dieser umfasst 12 Stufen. Von einem regionalen Einkauf aus einem Umkreis von maximal 100 Kilometer, über Sammeltransporte um CO2 zu vermeiden, schonende Lagerung bis hin zur Evaluierung von Abfallmengen und Lagerumschlagshäufigkeiten am Monatsende. Zusätzlich werden gesellschaftliche Verpflichtungen sowie die regionale Vernetzung sehr ernst genommen. Der Kreis schließt sich durch langfristige Kooperationen mit Kleinproduzenten aus der Umgebung, sowie die Vermeidung von Lebensmittelabfällen. Die Jury begründete wie folgt: „Der LebensMittelKreislauf ist ein nachhaltiges Konzept, das weit über die Abfallvermeidung hinausgeht“. Eine tägliche Ersparnis von bis zu 35 Prozent der Küchenabfälle wurde bereits erreicht.

„Für die Idee des nachhaltigen Kreislaufs wurde im Rogner Bad Blumau schon bei der Entstehung durch das Wirken des Künstlers Friedensreich Hundertwasser der Grundstein gelegt und wird hier gelebt und laufend weiterentwickelt. Die Philosophie vom Leben im Einklang mit der Natur bestimmt unser tägliches Handeln. Ein schonender Umgang mit den Ressourcen ist für uns eine Selbstverständlichkeit.“
Melanie Franke, die Direktorin des Rogner Bad Blumau

Viktualia Award 2016

Der VIKTUALIA Award ist der erste österreichische Preis gegen die Lebensmittelverschwendung. Er wurde vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft im Rahmen seiner Initiative „Lebensmittel sind kostbar“ eingesetzt und wurde 2016 zum vierten Mal vergeben. Mit dem VIKTUALIA Award werden ambitionierte Projekte und innovative Ideen gegen die Lebensmittelverschwendung ausgezeichnet.

Was kann man also tun um Lebensmittelabfälle zu vermeiden?

Jeder kennt es man kauft Brot und Gebäck für das Frühstück und es bleibt etwas über. Was kann man also damit machen? Am nächsten Tag noch essen? Meistens wird es leider hart. Also entweder Enten füttern oder in den Müll damit? Nein, denn für die Enten ist es nicht gesund und für den Müll ist es viel zu schade. Und es gibt noch viele tolle Möglichkeiten das Brot zu verwenden. Eine Möglichkeit für die Verwendung wäre ein Apfelscheiterhaufen. Und Desserts gehen ja sowieso immer 🙂

Zutaten für 6 Personen
500 g altgebackenes Weißbrot
9 Äpfel
2 g Zimt gemahlen
3 Eier- Eiweiß
25 g Kristallzucker
1 Schuss Rum
10 g Rosinen
1 Prise Salz
400ml Milch
500ml Vanillesauce

 

Zubereitung
Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in Scheiben schneiden. Die Äpfel mit Zucker und Zimt leicht dünsten. Rosinen beigeben und mit einem Schuss Rum ablöschen. Brot schneiden, in einer Form auslegen. Milch und Eigelb verrühren und über das Brot gießen. Gedünstete Äpfel darauf verteilen und die nächste Brotschicht darauf legen. Den Vorgang nochmals wiederholen und dann mit Vanillesauce übergießen. Das Eiweiß mit etwas Salz halbsteif schlagen und mit Zucker steif ausschlagen. Die Eiweißmasse über dem Scheiterhaufen mit einer Spritztülle aufspritzen. Bei 175 Grad ca. 35 Minuten backen.

5 weitere Tipps für die Verwendung von altem Brot:

  1. Altes Brot kann auch zum Binden von Soßen und Suppen verwendet werden. Einfach zerbröseln und untermengen. Je nach Geschmack können so Suppen und Soßen einfach eingedickt werden.
  2. Verliebt und versalzen? Kein Problem. Ein Stück altes Schwarzbrot saugt das überschüssige Salz einfach ein und verbessert den Geschmack.
  3. Crouton: Brot würfelig schneiden und im Ofen trocknen. Tipp: hier einfach nach der Zubereitung eines anderen Gerichts die Restwärme des Ofens nutzen.
  4. Brotchips herstellen: Brot in dünne Scheiben schneiden, nach Geschmack mit Öl und Gewürzen bestreuen und 10 Minuten im Backofen trocknen.
  5. Bruschetta: Brot in dickeren Scheiben toasten und nach Herzenslust belegen. Fertig.

 

© Rogner Bad Blumau | Harald Eisenberger

Auch Gemüse ist restlos wertvoll.

Aus Radieschengrün kann man zum Beispiel eine leckere Suppe machen. Diese kann dann zum Beispiel auch mit Croutons aus altem Brot verfeinert werden. Hier geht’s zum Rezept.

Weitere Tipps zum Vermeiden von Lebensmittelabfällen und deren Weiterverarbeitung finden Sie demnächst hier in unserem Blog als Gastbeitrag von Jasmin Fichtinger von Viennalicious.at.

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